Vita - Josef Wolfgang Ziegler (1906-2000)
1976-jwz-70-jahre
Der weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Chorerzieher und Komponist war maßgeblich am Neuaufbau des niederösterreichischen Chorwesens nach dem 2. Weltkrieg beteiligt. Er schuf damit jene Basis, die das Laienchorwesen in diesem Bundesland heute international reüssieren lässt.

Er schloss seinen Studien "Komposition, Schulmusik und Orgel" an der Wiener Musikakademie 1933 ab. Zu seinen Lehrern zählten Franz Schmidt, Josef Lechtaler, Vinzens Goller, Kamillo Horn, u.a.

Bereits 1932 begann er seine Chorleiterkarriere bei den "Sängerknaben vom Wienerwald". Er übersiedelte in den malerischen Weinort Gumpoldskirchen, wo er mit dem Regens Chori-Dienst und der Leitung des Kirchenchores betraut wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg gründete er eine Kindersingschule, aus der die später weltweit bekannten "Gumpoldskirchner Spatzen" wurden. 1966 folgte die logische Fortsetzung in der Gründung des Kammerchores Vox Humana. Seine beiden Kinder, Prof. Elisabeth Ziegler und Wolfgang Ziegler haben das musikalische Erbe übernommen. E. Ziegler leitet mit großem Erfolg die Kindersingschule, die"Gumpoldskirchner Spatzen" und das erst vor 5 Jahren gegründete Frauenensemble "Cantilena", Wolfgang Ziegler den "Kammerchor Vox Humana".

Neben seinem Brotberuf als Musikerzieher, widmete er sich hauptsächlich dem Komponieren. Zahlreiche Kompositionspreise im In-und Ausland bestätigen die außergewöhnliche Qualität seiner Musik. Seine Werke sind in Österreich, Deutschland und Japan verlegt.
 
 
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